Tuma sa feesa Freunde! Heute habe ich die Antworten von Oliver Müller für euch dabei.

Das einzige im Internet auffindbare Foto von Oliver… Aber er sagt selbst er sieht immer so aus…

Im MADDRAXIKON lassen sich zu Oliver noch nicht viele Information finden. Doch erfreulicherweise hat er sehr ausführlich auf meine Fragen geantwortet. Wer Oliver selbst etwas fragen möchte oder Feedback zu einer seiner Geschichten hat findet ihn auf Facebook. Wer noch mehr von Oliver, abseits von MADDRAX lesen will schaut einfach mal auf seinem Blog vorbei.


Frage 1: Wie bist du dazu gekommen, für Maddrax zu schreiben?

Oliver Müller: Meine erste Mitarbeit liegt ja schon einige Jahre zurück. Das war Band 365. Damals hat mir Oliver Fröhlich, den ich schon viele Jahre kenne, die Möglichkeit gegeben, einen Roman mit ihm gemeinsam zu verfassen. Wie genau es dazu kam, weiß ich tatsächlich nicht mehr. Immerhin ist das bald 9 Jahre her. Bis zu meinem nächsten Roman zogen dann ja auch wieder einige Jahre ins Land. Da war es dann Ben Hary, der mir den Anstoß gab, mich doch mal bei Mike zu melden. Umso mehr freue ich mich, dass ich jetzt zum festen Autorenteam gehöre.

Frage 2: Hast du ein spezielles Schreib-Ritual? Brauchst du einen ganz bestimmten Tee/Kaffee/Snack, um anzufangen?

Oliver Müller: Kein ganz festes, aber ich stelle mir doch oft ein Getränk bereit, das ich nicht jeden Tag konsumiere. Sei es Ginger Ale oder Malzbier. Ganz und gar unalkoholisch also. Häufig lasse ich dann im Hintergrund den Soundtrack von Sherlock (BBC) laufen, manchmal aber auch das Geräusch von Regen oder neuerdings das Knistern eines Kamins in einer alten Bibliothek. Darüber hinaus brauche ich aber eher Ruhe.

Frage 3: Auf welchen deiner MX-Romane bist du besonders stolz und warum?

Oliver Müller: Natürlich auf Band 540 „Der Giftplanet“. Das liegt unter Umständen aber auch an der Goldenen Taratze, die der Roman eingeheimst hat. 😊

Frage 4: Welcher der vergangenen MX-Zyklen hat dir am meisten Spaß gemacht?

Oliver Müller: Ich glaube, dass bleibt für immer der Euree-Zyklus. Ich kann mich einfach noch so gut an die Faszination erinnern, als ich beim Lesen in diese Welt eingesogen wurde. Die ersten sechs Romane habe ich als Schüler an einem Tag verschlungen. Auch danach ging es genial weiter, aber der Zauber des Neuen ist eben etwas ganz Besonderes.

Frage 5: Hast du eine Lieblingsfigur im Maddraxiversum?

Oliver Müller: Puh, bisher die schwierigste Frage. Ich glaube, ich würde Quart’ol nennen wollen. Er ist einfach schon so lange dabei und so eng mit Matt verwoben durch die Geistwanderung.

Frage 6: Hast du schon mal in einem MX-Roman einen Menschen aus Deinem näheren Umfeld eingebaut und wenn ja, wen?

Oliver Müller: Bisher nicht. Aber ich halte es nicht für ausgeschlossen.

Frage 7: Wie nutzt du das Maddraxikon zur Recherche für neue Romane?

Oliver Müller: Häufig und gerne, eine andere Antwort kann ich nicht geben. 😁 Es ist eine fantastische Gedächtnisstütze.

Frage 8: Hörst du die neuen MX-Hörbücher aus Fanproduktion?

Oliver Müller: Aus Zeitmangel habe ich erst kurz reingehört, finde das Ergebnis aber klasse. Und mittlerweile durfte ich ja auch ein paar Sätze dazu beitragen.

Frage 9: Hast du in einem deiner Manuskripte schon mal eine Figur sterben lassen, deren Tod dann von Mad Mike gestrichen wurde?

Oliver Müller: Endlich eine Antwort, auf die ich ganz kurz und knapp antworten kann, was ja auch mal schön ist: nein.

Frage 10: Wann hast du zum ersten Mal auf die Frage: „Und was machst du so?“ mit „Ich bin Autor:in“ geantwortet?

Oliver Müller: Das ist wieder eine schwere Frage, aus mehreren Gründen. Zum einen, weil ich ja noch einen „normalen“ Hauptberuf habe. Zum anderen, weil viele die Arbeit, die man als Autor hat, überhaupt nicht einschätzen können. Das ist kein Vorwurf, ich kann mir ja auch nicht vorstellen, wie es ist, Arzt zu sein oder Astronaut. Also, nicht so richtig zumindest. Dann bin ich ja auch „Heftromanautor“. Wer damit nie in Berührung kam, stellt sich unter einem Autor erstmal sicher jemanden vor, der dicke Bücher schreibt. Wenn er dann hört, dass es „nur dünne Heftchen“ sind, befürchte ich fast, noch weniger ernst genommen zu werden. Oft genug hab ich auch die Frage gehört „Machst du nicht irgendwas mit so Comics?“ Da seufze ich innerlich immer auf. Es ist schade, dass Heftromane nicht anders wahrgenommen werden. Sie gehören seit vielen Jahrzehnten zum Unterhaltungsbild Deutschlands, für mich ist das eine Erfolgsgeschichte. Schweife ich ab? Wie war die Frage? Ja, ab und zu nenne ich mich schon Autor, dass kommt aber dann darauf an, wie der Hintergrund des Fragenden ist. Bis ich mich zum ersten mal so genannt habe, hat es aber schon gedauert. Dafür brauchte ich mehrere Veröffentlichungen, bis ich mich auch so gefühlt habe.

Frage 11: Was ist für dich das Besondere an der Serie Maddrax?

Oliver Müller: Ich lese ja jetzt seit fast 30 Jahren Heftromane. Zuerst kam ich aus der Gruselecke. Es gibt ja kaum jemanden, der nicht mal irgendwie mit John Sinclair in Berührung gekommen ist. Danach ging es dann weiter. Professor Zamorra, Dämonenkiller, Larry Brent … und alles, was mir auf den Trödelmärkten so in die Hände gefallen ist. Auch da gab und gibt es sehr spannende Romane, aber dass ich mit Band 1 als Leser in eine Serie einsteigen konnte, dass gab es für mich bis dahin eben nicht. Und auch nicht, dass eine zusammenhängende Geschichte so zyklisch erzählt wurde. John Sinclair und Professor Zamorra haben zwar auch ihre roten Fäden, sind aber doch lockerer aufgebaut. Maddrax nahm mich also gefangen und mit auf eine spannende Reise, die mich jetzt mehr als ein halbes Leben begleitet. Und ich bin verdammt stolz, dass ich Matt dabei als Autor begleiten darf.


In dieser Serie sind bisher Antworten von folgenden Autoren erschienen:
Michael Schönenbröcher
Michael Markus Thurner

selberlesen macht schlau