Unter dem Pseudonym Ro Demaar schrieb der Autor Ulf Fildebrandt (*28.07.1972 in Stadthagen) bisher ein Heft. Der Autor arbeitet hauptberuflich als Software Architekt bei SAP. Mehr gibt das MADDRAXIKON über ihn noch nicht her. Wenn ihr mehr über Ulf wisst, tobt euch aus. Wenn nicht schaut doch mal auf seiner Seite vorbei. Und natürlich hat Ulf auch Twitter, Insta und Facebook. Aber erstmal hier lesen!

Ulf Fildebrandt Diplom Informatiker und nebenberuflicher Autor

Frage 1: Wie bist du dazu gekommen, für Maddrax zu schreiben?

Ulf Fildebrandt: Ich könnte ja sagen, dass ich seit Beginn der Serie davon geträumt habe, aber Maddrax gibt es ja schon so einige Jährchen. Ein Körnchen Wahrheit steckt natürlich schon in dem Satz. Als Maddrax herausgekommen ist, habe ich mir jedes Cover und jede Ankündigung durchgelesen. Ich habe die Serie nicht gleich zu Anfang gekauft, aber dennoch haben mich die Settings fasziniert. Ich erinnere mich zum Beispiel an die Ankündigung, wo Matt als Gladiator in Rom aufgetreten ist. Einige Jahre später habe ich den Roman dann gelesen und war wirklich begeistert.
Maddrax kenne ich also schon sehr lange, ich habe auch einige Zyklen gelesen. Ernsthaft mit dem Gedanken gespielt, auch einen Roman zu Maddrax beizusteuern, habe ich dann vor einigen Jahren. Auf Schreibkursen in Wolfenbüttel trifft man ja auch immer wieder Kollegen, die schon erfolgreich unterwegs sind, und da habe ich Lucy Guth gefragt, ob es eine Möglichkeit gäbe, einen Roman zu schreiben. Sie hat mich dann mit Mike in Kontakt gebracht und das Schicksal nahm seinen Lauf.

Frage 2: Hast du ein spezielles Schreib-Ritual? Brauchst du einen ganz bestimmten Tee/Kaffee/Snack, um anzufangen?

Ulf Fildebrandt: Nein, aber vielleicht sollte ich damit anfangen, denn durch Beruf und Familie komme ich meistens erst am Abend dazu, zu schreiben. Vielleicht würde mir Kaffee helfen, länger wach zu bleiben. Obwohl Cola ja eigentlich denselben Erfolg haben sollte, doch auf das Koffein darin reagiere ich wohl nach all den Jahren Cola-Genuss nicht mehr.

Frage 3: Auf welchen deiner MX-Romane bist du besonders stolz und warum?

Ulf Fildebrandt: Da ich nur einen einzigen beigetragen habe, bin ich natürlich besonders stolz auf die Nummer 556. Darüber hinaus bin ich schon ganz zufrieden mit der Darstellung Ordu’lan’balat, denn in den Rezensionen wurde ja angemerkt, dass man sogar Mitleid mit einem Daa’muren haben kann. Das Schicksal dieses Vaters bewegt mich auch, denn ich habe mich halt selbst gefragt, was ich alles tun würde, um mein Kind zu retten.

MADDRAX Band 556 „Ein Fremder im Kollektiv“ von Ro Demaar zusammen mit Michael Schönenbröcher

Frage 4: Welcher der vergangenen MX-Zyklen hat dir am meisten Spaß gemacht?

Ulf Fildebrandt: Ich fand den Streiterzyklus sehr gut, weil das Herumspringen in den Jahrhunderten einfach cool war. Immer wieder eine neue Zeitepoche. In welcher Serie hat man das schon? Ich erinnere mich gerne an den Roman in Gomorrha, in Venedig oder bei den alten Wikingern. Da kann man immer wieder sagen, dass sie ja die Gesamthandlung nicht voranbringen, aber darum geht es ja gar nicht. Wenn es eine wunderbare Geschichte ist, fühle ich mich unterhalten und folge sehr gerne den Ideen des Autoren, egal wie fantasievoll auch sind.

Frage 5: Hast du eine Lieblingsfigur im Maddraxiversum?

Ulf Fildebrandt: Xij Hamlet hat es mir angetan. Sie ist selbstbewusst und versucht, ihr Ding zu machen. Auch den Gedanken mit ihren Inkarnationen finde ich interessant, was sie alles mitgenommen hat aus den früheren Leben.

Frage 6: Hast du schon mal in einem MX-Roman einen Menschen aus Deinem näheren Umfeld eingebaut und wenn ja, wen?

Ulf Fildebrandt: Ein ganz klares Nein. Das bot sich bei der Beschreibung von Daa’muren und Dunklen in meinem Roman nicht wirklich an. So viele böse Menschen laufen in meinem Umfeld nicht herum.

Frage 7: Wie nutzt du das Maddraxikon zur Recherche für neue Romane?

Ulf Fildebrandt: Gerne und oft. Es ist einfach toll, in die Vergangenheit der Serie abzutauchen. Was mir immer wieder auffällt, ist, dass die Zusammenfassungen sehr kompliziert klingen, aber wenn man die Romane dann liest, wirkt es ganz einfach. Es passiert einfach so viel in den Romanen. Wenn man sich zum Beispiel den Artikel über Maddrax anschaut, kann ich mir schwer vorstellen, dass noch ein Leser wirklich genau weiß, was Maddrax genau zu welchem Zeitpunkt erlebt hat. Dabei hilft das Maddraxikon ungemein.

Frage 8: Hörst du die neuen MX-Hörbücher aus Fanproduktion?

Ulf Fildebrandt: Leider nein, bisher habe ich noch nicht die Zeit gefunden. Es kommen einfach so viele andere Dinge dazu. Ich bin aber ein sehr großer Fan von Hörbüchern, deshalb werde ich das in nächster Zeit nachholen, eine gute Erinnerung, danke dafür.

Frage 9: Hast du in einem deiner Manuskripte schon mal eine Figur sterben lassen, deren Tod dann von Mad Mike gestrichen wurde?

Ulf Fildebrandt: Da ich noch nicht so viele Figuren habe sterben lassen, ist das noch nicht passiert.

Frage 10: Wann hast du zum ersten Mal auf die Frage: „Und was machst du so?“ mit „Ich bin Autor:in“ geantwortet?

Ulf Fildebrandt: Hauptberuflich bin ich ja kein Autor, deshalb kam das so noch nie vor. Ein paar Mal habe ich schon gesagt, dass ich Autor bin, aber mehr als Nebenberuf. Interessanterweise habe ich mich nicht mal nach der Veröffentlichung meines Romanerstlings 2014 als Autor bezeichnet, sondern als ich einen festen Betrag für eine Geschichte erhalten habe. Das kam einige Jahre später mit einer Kurzgeschichte für die c’t.

Frage 11: Was ist für dich das Besondere an der Serie Maddrax?

Ulf Fildebrandt: Schon als Teenager habe ich Heftromane gelesen, damals und auch heute Perry Rhodan. Aber die ganzen Auslagen kannte ich und habe ab und zu einen John Sinclair gelesen. Was mich an Maddrax gereizt hat, war der Mix von Horror-, Science-Fiction- und Fantasy-Elementen (Geistwanderung zum Beispiel). Das hat mich auch dazu bewogen, Lucy Guth zu fragen, ob ich zu Maddrax beitragen darf. Ich habe jetzt nicht den Wunsch, einen Sinclair oder Zamorra zu schreiben, es ist nicht mein Genre, aber Maddrax mit der apokalyptischen Grundstimmung gefiel mir einfach. Vielleicht spielt auch eine Rolle, dass bei Maddrax alles möglich ist, Zeitreisen, Parallelwelten, Ringwelten, Millionen Jahre alte Entitäten. Die Liste könnte man endlos fortsetzen. Das ist einfach ein wunderbares Feld für die Fantasie, andere Serien sind da ihren Regeln wie Science-Fiction (Perry Rhodan) oder Horror (Sinclair) viel mehr verhaftet.

In dieser Serie sind bisher Antworten von folgenden Autoren erschienen:
Michael Schönenbröcher
Michael Markus Thurner
Oliver Müller
Uschi Zietsch
Stefan Hensch
Ian Rolf Hill
Christian Humberg
Sascha Vennemann
Michael Peinkofer

selberlesen macht schlau